Leistung

Evaluations­beschreibung

Die Qualität eines Angebots kann nur so gut sein wie die Informationen, auf denen es beruht. Mit der Evaluationsbeschreibung vermitteln Sie Anbietern Ihre Situation so präzise, dass Angebote vergleichbar und Schätzungen belastbar werden.

Illustration: Ein strukturiertes Dokument mit Checkliste, daneben eine Lupe und eine Bewertungskarte.

Warum klassische Lastenhefte oft nicht weiterhelfen

Viele Auswahlprojekte beginnen mit einer Tabelle aus Hunderten von Anforderungen. Die Anbieter kreuzen fast überall „erfüllt“ an – denn irgendwie lässt sich fast alles umsetzen. Was dabei verloren geht: wie eine Anforderung erfüllt wird, zu welchem Aufwand und ob die Besonderheiten Ihrer Organisation im Standard abbildbar sind. Das Ergebnis sind schwer vergleichbare Angebote und böse Überraschungen in der Einführung.

Die Evaluationsbeschreibung geht einen anderen Weg. Sie konzentriert sich auf das Entscheidungsrelevante, beschreibt Ihre Abläufe als konkrete Szenarien und benennt Ihre Spezifika ausdrücklich – damit Anbieter gezielt zeigen müssen, wie ihre Lösung damit umgeht.

AspektKlassisches LastenheftEvaluationsbeschreibung
UmfangOft Hunderte EinzelanforderungenFokus auf Entscheidungsrelevantes
AntwortlogikAnkreuzen: erfüllt / nicht erfülltBeschreiben und zeigen, wie erfüllt wird
BesonderheitenGehen in der Masse unterExplizit benannt und priorisiert
PräsentationenStandard-Demos der AnbieterDrehbuch mit Ihren Szenarien
AngeboteSchwer vergleichbarEinheitliche Struktur, belastbare Schätzung

Aufbau einer Evaluationsbeschreibung

Jede Evaluationsbeschreibung wird auf Ihr Vorhaben zugeschnitten. Typischerweise enthält sie:

  1. Unternehmensprofil und Ausgangslage – wer Sie sind, was Sie antreibt, wo es heute hakt.
  2. Projektziele und Erfolgskriterien – woran Sie den Erfolg der neuen Lösung messen.
  3. Mengengerüst und Systemlandschaft – Anwender, Standorte, Volumina, Schnittstellen.
  4. Prozesse und Szenarien – Ihre Abläufe als nachvollziehbare Geschichten für die Präsentation.
  5. Spezifika – Besonderheiten mit Relevanz und der Frage, wie sie abgebildet werden.
  6. Priorisierte Anforderungen – Muss, Soll, Kann – kompakt und eindeutig formuliert.
  7. Technische und regulatorische Rahmenbedingungen – Betriebsmodell, Sicherheit, Datenschutz, Compliance.
  8. Bewertungsverfahren und Zeitplan – transparent für alle Beteiligten.
  9. Vorgaben für das Angebot – eine einheitliche Struktur für Lizenzen, Dienstleistungen und Betrieb.

Ihr Nutzen

  • Anbieter verstehen Ihre Situation schneller – und präsentieren gezielt
  • Deutlich bessere Schätzgenauigkeit der Angebote, weniger Nachträge
  • Vergleichbare Angebote dank einheitlicher Struktur
  • Weniger Aufwand für Ihr Team als bei langen Anforderungslisten
  • Wertvolle Grundlage für Fachkonzept und Einführung

Für öffentliche Auftraggeber

Wir erstellen auch produktneutrale Leistungsbeschreibungen für Vergabeverfahren – mit transparenten Zuschlagskriterien und einer nachvollziehbaren Bewertungsmatrix.

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